Parlament / Geschäfte / 26.4137
Hitzeaktionsplan
eingereicht am 16.09.2026 in der Herbstsession 2026Erstrat: NationalratEingereicht (16.09.2026)
Weg durch die Räte
Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.
Noch kein Beschluss eines Rates oder einer Kommission.
Eingereichter Text
Der Bundesrat wird aufgefordert, die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen, um alle Kantone zur Erarbeitung und Umsetzung von Hitzeaktionsplänen gemäss WHO-Kriterien zu verpflichten. Er soll zudem einen nationalen Aktionsplan erarbeiten, um die Rahmenbedingungen, die Koordination zwischen den Kantonen und das Monitoring sicherzustellen.
Begründung
Im Jahr 2024 verfügten acht Kantone über einen Hitzeaktionsplan, in sechs Kantonen waren ein Hitzeaktionsplan in Erarbeitung und zehn Kantone hatten lediglich einzelne Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Hitze ergriffen. Zudem fehlen eine schweizweite Einheitlichkeit und Abstimmung der Massnahmen. Die Hitzeaktionspläne der Kantone sind für die Städte wichtig, eine enge Koordination ist notwendig. Wie die Mehrheit der Kantone würden auch die Städte einen nationalen Hitzeaktionsplan begrüssen, der in enger Zusammenarbeit mit den Kantonen und Städten erarbeitet wird. Darin könnten die zahlreichen Schnittstellen der drei Staatsebenen im Bereich Hitze erfasst und die Zuständigkeiten festgelegt werden. Der aktuelle Sommer hat gezeigt, dass die Bevölkerung - insbesondere die besonders vulnerable - ungenügend vor der Hitze geschützt ist. Und dass das bisherige Vorgehen: der Bund veröffentlicht Grundlagen und die Kantone können diese freiwillige umsetzen, ungenügend ist. Hitzebedingte Todesfälle müssen in Zukunft schweizweit und insbesondere für die besonders vulnerablen Personen verringert werden, vor allem angesichts der nachgewiesenen Sterberate durch klimabedingte Hitzewellen. Studien zeigen zudem, dass in der Vergangenheit in Städten ohne Hitzeaktionsplan die Übersterblichkeit höher war als in Städten mit Hitzeaktionsplan.
Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 18.09.2026. Rohdaten
Keine amtliche Veröffentlichung. Namen, Zahlen und die Texte der Abstimmungen stehen unverändert so, wie die Parlamentsdienste sie veröffentlichen.
