Parlament / Geschäfte / 26.4489
Erhalt des Wasserschlosses Schweiz
eingereicht am 01.10.2026 in der Herbstsession 2026Erstrat: StänderatEingereicht (01.10.2026)
Weg durch die Räte
Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.
Noch kein Beschluss eines Rates oder einer Kommission.
Eingereichter Text
Der Bundesrat wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit allen betroffenen Akteuren (Kantone, Landwirtschaft, Wasserversorger, Energieversorger, Wissenschaft, Umweltorganisationen, Industrie usw.), zu prüfen, wie das Ziel der Wasserspeicherung in der für 2027 vorgesehenen nationalen Wassermanagementstrategie gestärkt werden kann, indem diese um folgende Aspekte ergänzt wird:
• Stärkung von Massnahmen zur Wasserspeicherung und -rückhaltung in Gewässern, Böden, technischen Anlagen und im Grundwasser (durch Versickerungsbecken, Stauseen, Schwammstädte, Regenwassernutzung, Stärkung der Pufferfunktion der Böden);
• Aufbau eines nationalen Wasserressourcen-Managements inklusive Wasserbilanzierung und entsprechender gesetzlicher Grundlagen, um Knappheiten frühzeitig zu erkennen und Wasser optimal zu nutzen (dabei sind auch die Wasserentnahmen für die Landwirtschaft und die Industrie zu berücksichtigen, die heute grösstenteils nicht erfasst werden);
• Festlegung von Mindestzielen für das Wassermanagement auf Bundesebene unter Wahrung der bestehenden kantonalen und kommunalen Zuständigkeiten in diesem Bereich;
• Prüfung der Eignung bestehender Förderinstrumente auf Bundesebene unter Berücksichtigung der Stossrichtungen der Strategie für Wassermanagement und Wasserspeicherung.
Begründung
Die Schweiz gilt als Wasserschloss Europas, doch der Klimawandel verändert diese Gewissheit: Sommer werden trockener, Gletscher gehen zurück und Grundwasserspiegel sinken. Die Wasserrückhaltekapazitäten gewinnen daher zunehmend an Bedeutung.
Der Schweiz fehlt jedoch eine umfassende nationale Wassermanagement- und Wasserspeicherstrategie. Bestehende kantonale Strategien bieten wichtige Grundlagen, Wasser macht jedoch nicht an Kantonsgrenzen halt. Gemäss einer BAFU-Befragung nannten verschiedene Kantone fehlende nationale Rechtsgrundlagen und Datenerhebung als Hindernisse für geeignete Massnahmen. Es braucht daher eine nationale Strategie, welche dank einheitlicher Datengrundlagen erlaubt, Nachfrage, Verfügbarkeit und Speicherung von Wasser besser aufeinander abzustimmen.
Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 26.10.2026. Rohdaten
Keine amtliche Veröffentlichung. Namen, Zahlen und die Texte der Abstimmungen stehen unverändert so, wie die Parlamentsdienste sie veröffentlichen.
