Parlament / Geschäfte / 26.4531
Ziel: Null Hitzetote
eingereicht am 02.10.2026 in der Herbstsession 2026Erstrat: NationalratEingereicht (02.10.2026)
Weg durch die Räte
Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.
Noch kein Beschluss eines Rates oder einer Kommission.
Eingereichter Text
Der Bundesrat wird beauftragt, eine nationale Strategie „Null Hitzetote“ zu erarbeiten und umzusetzen. Diese Strategie soll darauf abzielen, die Zahl der Todesfälle und der schwerwiegenden Gesundheitsprobleme im Zusammenhang mit Hitzewellen zu begrenzen. Sie muss mit zusätzlichen finanziellen Mitteln ausgestattet werden sowie klare und messbare Ziele festlegen. Zudem ist die Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen klar zu umreissen.
Begründung
Die Hitzewelle im Sommer 2026 hat alle Hitzerekorde gebrochen. Solche Hitzewellen sind keineswegs eine Ausnahme, nein, sie werden in den kommenden Jahrzehnten wohl zur Norm. Extreme Hitze verursacht zahlreiche Gesundheitsprobleme und betrifft insbesondere gefährdete Personen wie chronisch kranke und ältere Menschen. Allein im Juli 2026 kamen wegen der grossen Hitze fast 600 Menschen ums Leben.
Angesichts dieser Realität muss die Schweiz dringend einen klaren Handlungsrahmen bekommen, um die künftigen Sommer zu bewältigen, ohne die Bevölkerung grossen Risiken auszusetzen. Im Strassenverkehr ist das Ziel „Null Todesopfer“ seit langem Leitprinzip der Verkehrssicherheitspolitik, und es hat sich als wirksam erwiesen („Vision Zero“). Ich beauftrage deshalb den Bundesrat, bei der Bekämpfung von Hitzewellen einen ähnlichen Ansatz zu verfolgen.
Zahlreiche Massnahmen kommen in Betracht, beispielsweise nationale Mindeststandards für kantonale Hitzewellenpläne, eine nationale Finanzierung für Städte, um sie bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen, Zuschüsse für Sanierungen und Massnahmen zum Hitzeschutz, die Verankerung eines Rechts auf Schatten im öffentlichen Raum sowie nationale Ziele zur Verringerung der Bodenversiegelung und zur Begrünung von Flächen.
Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 29.10.2026. Rohdaten
Keine amtliche Veröffentlichung. Namen, Zahlen und die Texte der Abstimmungen stehen unverändert so, wie die Parlamentsdienste sie veröffentlichen.
