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26.4585InterpellationUVEKoffen

Ist das Klimabudget der Schweiz für 1,5 °C bereits aufgebraucht?

eingereicht am 02.10.2026 in der Herbstsession 2026Erstrat: NationalratEingereicht (02.10.2026)

StaatspolitikUmwelt

Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.

Noch kein Beschluss eines Rates oder einer Kommission.

Eine aktuelle Studie, die im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) durchgeführt wurde, untersucht die Entwicklung des ökologischen Fussabdrucks der Schweiz zwischen 2000 und 2023. Sie ermittelt insbesondere den Treibhausgas (THG)-Fussabdruck, der durch den Endverbrauch in der Schweiz verursacht wird. Dabei berücksichtigt sie sowohl die in der Schweiz als auch die im Ausland entstehenden Emissionen.

Um die Vereinbarkeit mit dem Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen, zu beurteilen, geht die Studie für den Zeitraum 2016–2100 von einem durchschnittlichen CO₂-Äquivalent-Budget von 1,3 Tonnen pro Person und Jahr aus. Sie kommt zum Schluss, dass dieses der Schweiz zugestandene Budget möglicherweise bereits im Jahr 2024 vollständig aufgebraucht war.

Vor diesem Hintergrund bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:

• Wie beurteilt der Bundesrat die Ergebnisse dieser Studie zum THG-Fussabdruck der Schweiz und insbesondere die Feststellung, dass das der Schweiz zur Erreichung des 1,5-°C-Ziels zur Verfügung stehende Budget vermutlich bereits im Jahr 2024 aufgebraucht war?

• Wie beurteilt er die Tatsache, dass der derzeitige THG-Fussabdruck der Schweiz immer noch etwa zehnmal höher ist als das durchschnittliche Jahresbudget von 1,3 Tonnen CO₂-Äquivalent pro Person, das der Studie zugrundelag?

• Ist der Bundesrat der Ansicht, dass bei der Bewertung der Klimaverantwortung der Schweiz nicht nur die inländischen Emissionen berücksichtigt werden müssen, sondern auch die Emissionen, die im Ausland durch die Schweizer Endnachfrage verursacht werden?

• Wie will der Bundesrat angesichts der Studien-Ergebnisse seine Klimapolitik anpassen, um den THG-Fussabdruck der Schweiz zu verringern und ihn mit dem Ziel der Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 °C in Einklang zu bringen?

• Plant der Bundesrat, zusätzlich zu den Zielen für die territorialen Emissionen quantifizierte und mit Fristen versehene Ziele zur Verringerung des THG-Fussabdrucks der Schweiz festzulegen?

Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 29.10.2026. Rohdaten

Keine amtliche Veröffentlichung. Namen, Zahlen und die Texte der Abstimmungen stehen unverändert so, wie die Parlamentsdienste sie veröffentlichen.