Hohe Zuwanderung in Branchen mit stark wachsender Arbeitslosigkeit
подано 19.06.2026 на сесії «Sommersession 2026»Перша палата: Рада кантонівStellungnahme zum Vorstoss liegt vor (02.09.2026)
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Gemäss der «Jahresstatistik Zuwanderung» des Staatssekretariates für Migration SEM für das Jahr 2025 sind von Januar bis Dezember des letzten Jahres insgesamt 93'086 erwerbstätige Personen in die Schweiz zugewandert. Rund 30'000 Personen wanderten in den Wirtschaftssektor «Banken, Informatik und Beratung» ein. Dies sind 31,9%, also fast ein Drittel, aller zwecks Erwerbstätigkeit eingewanderten Personen.
Der am 7. Mai 2026 durch das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO publizierte Bericht «Die Lage auf dem Arbeitsmarkt, April 2026» zeigt Folgendes auf:
• Ende April 2026 waren im Bereich «Information und Kommunikation» (v.a. auch Informatik) 6'524 Personen als arbeitslos gemeldet. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2025 einer Zunahme um 13,5%.
• Ende April 2026 waren im Bereich «Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (v.a. Banken) 8'142 Personen als arbeitslos gemeldet. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2025 einer Zunahme um 17,4%.
Dass trotz steigender Arbeitslosigkeit in der Informatik- und in der Finanzbranche gerade in diesen Wirtschaftszweigen eine hohe Zuwanderung in den Arbeitsmarkt erfolgt, wirft ein schlechtes Licht auf die Wirtschaft. Diese bemüht sich offenbar zu wenig darum, das inländische Potenzial auszuschöpfen und zieht den schweizerischen Fachkräften zu oft ausländische Stellenbewerber vor.
Vor diesem Hintergrund ersuche ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:
• Was gedenkt der Bundesrat – gegebenenfalls unter Einbezug der Wirtschaft – zu unternehmen, um das inländische Arbeitskräftepotenzial besser auszuschöpfen und die Zuwanderung in Branchen mit wachsender Arbeitslosigkeit zu reduzieren?
• Mit welchen gesetzlichen Anpassungen könnte dieses Ziel gestärkt werden?
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Позиція Федеральної ради
1/2. Die Erwerbsbeteiligung ist in der Schweiz im internationalen Vergleich hoch und die Arbeitslosigkeit liegt strukturell auf tiefem Niveau. Die Zuwanderung von Arbeitskräften in die Schweiz ist eng an den Bedarf des Schweizer Arbeitsmarktes gekoppelt. Dies zeigt auch der diesjährige 22. Bericht des Observatoriums zum Freizügigkeitsabkommen Schweiz-EU, welches die Auswirkungen der Zuwanderung auf den Arbeitsmarkt laufend analysiert.
Der Bundesrat befasste sich zuletzt im Rahmen des Berichts «Ursachen und Auswirkungen von Arbeitskräftemangel» vom 22. April 2026 in Erfüllung der Postulate 23.3380 Müller Leo und 23.4094 Paganini ausführlich mit möglichen Massnahmen zur Ausschöpfung von Arbeitskräftepotenzialen in verschiedenen Handlungsfeldern. Es zeigt sich, dass z.B. die öffentliche Arbeitsvermittlung massgeblich zur Ausschöpfung des inländischen Arbeitskräftepotenzials beiträgt, indem sie Stellensuchende mit Beratung- und Vermittlungsleistungen sowie gezieltem Einsatz von arbeitsmarktlichen Massnahmen bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt unterstützt. Mit der «Strategie öAV 2030» wird die aktive Arbeitsmarktpolitik mit Projekten und Massnahmen innerhalb der Regelstrukturen weiterentwickelt, was die Beratung von Stellensuchenden noch weiter verbessert und den Service für Arbeitgebende bei der Rekrutierung von Stellensuchenden modernisiert. Die Stellenmeldepflicht verpflichtet Arbeitgebende zudem, offene Stellen in Berufsgruppen mit erhöhter Arbeitslosigkeit dem zuständigen Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zu melden, bevor diese öffentlich ausgeschrieben werden. Dies verschafft beim RAV registrierten Stellensuchenden einen Informationsvorsprung über offene Stellen und hat über die letzten Jahre zu einer besseren Zusammenarbeit von RAV mit rekrutierenden Unternehmen beigetragen. Bei steigender Arbeitslosigkeit nimmt auch die Zahl der von der Stellenmeldepflicht erfassten Berufsgruppen und damit die Reichweite dieses Instruments zu. Dabei kommt auch der Wirtschaft eine wichtige Rolle zu, indem sie ihren Beitrag zur bestmöglichen Ausschöpfung des inländischen Arbeitskräftepotenzials leistet.
Der Bundesrat will das inländische Arbeitskräftepotenzial nutzen und einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt erhalten. Dazu setzt er die laufenden und geplanten Massnahmen konsequent um. Er sieht derzeit keinen Bedarf für gesetzliche Anpassungen.
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Джерело: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, дата звернення: 18.09.2026. Необроблені дані
Це не офіційна публікація. Імена, цифри й тексти голосувань наведено без змін – так, як їх публікують Парламентські служби.
