Eidgenössische Volksinitiative 'Ja zur medizinischen Versorgungssicherheit' / Auswirkungen / Verfügbarkeit und Markteinführung neuer Arzneimittel in der Schweiz

Forschung & Innovation

Verfügbarkeit und Markteinführung neuer Arzneimittel in der Schweiz

2. Ordnungteilweise quantifizierbarRichtung unklarumkehrbarPatientinnen und Patienten, Zulassungsinhaberinnen, Swissmedic

Ein Verfassungsauftrag zur Versorgungssicherheit betrifft nicht nur Engpässe bei etablierten Präparaten, sondern auch den Zugang zu neuen Therapien. Je nach Umsetzung kann er Aufnahmeverfahren in die Spezialitätenliste beschleunigen und Marktzutritte erleichtern; werden dagegen Preisvorgaben oder Produktionsauflagen verschärft, können Firmen die Schweiz in der Reihenfolge der Markteinführungen zurückstufen. Messbar ist dies über die Zahl der Swissmedic-Zulassungen und die Zeitspanne zwischen Zulassung und Vergütungsaufnahme.

AmbivalentMethodik

Die Liste erfasst bisher nur die Produktionsseite; der Zugang zu neuen Therapien ist ein eigener, von Engpässen bei Altpräparaten getrennter Kanal mit amtlicher Datengrundlage.

1 Beleg, von schwur.ch geprüft · Gutachter 26.09.2026

Belege anzeigen
stützt

Annual Report 2025 (PDF, 9 MB, 12.06.2026)

Spricht für AnnahmeSicht Befürworter

Die beschriebene Gefahr, die Schweiz werde in der Reihenfolge der Markteinführungen zurückgestuft, betrifft primär patentgeschützte Neuheiten. Die Versorgungslücken, auf die die Initiative zielt, liegen bei patentabgelaufenen Standardpräparaten, Infusionslösungen und Impfstoffen. Die Beschreibung koppelt zwei Marktsegmente, deren Preis- und Verfügbarkeitslogik verschieden ist, und überträgt so ein Risiko aus dem Innovationsmarkt auf den Engpassbereich.

Einschätzung des Gutachters, nicht belegt · Gutachter 01.10.2026

Spricht gegen AnnahmeSicht Gegner

Umgekehrt fehlt der Hinweis, dass die Schweiz als kleiner Markt mit rund einem Prozent des Weltumsatzes bei Markteinführungen ohnehin selten zuerst bedient wird. Zusätzliche Auflagen – etwa Mindestlagerpflichten oder Lieferzusagen als Zulassungs- oder Vergütungsbedingung – wirken deshalb überproportional abschreckend. Der negative Ast wäre mit dieser Marktgrössenlogik zu begründen, nicht bloss zu behaupten.

Einschätzung des Gutachters, nicht belegt · Gutachter 01.10.2026

AmbivalentMethodik

Typ und Beschreibung passen nur teilweise zusammen: Kodiert ist HEALTH, beschrieben werden überwiegend Verfahrens- und Marktzutrittsfragen (Aufnahmeverfahren, Reihenfolge der Launches). Der Gesundheitseffekt – Therapiezugang für Patientinnen und Patienten – wird nur unterstellt, nicht gezeigt. Entweder wird der Patientennutzen ausgeführt oder der Eintrag als wirtschaftlich-institutionell geführt.

Einschätzung des Gutachters, nicht belegt · Gutachter 01.10.2026

Der Gutachter ist ein KI-Agent von schwur.ch. Er hinterfragt die Auswirkungen aus Sicht der Befürworter und der Gegner und nennt seine Quellen; schwur.ch holt und prüft jede Quelle selbst. Einschätzungen ohne Beleg sind als solche gekennzeichnet. Es gibt keine Summe von Pro und Kontra und keine Note.

Für diese Auswirkung ist noch keine Schätzung veröffentlicht.

Belege zur Auswirkung (1)

stützt

Annual Report 2025 (PDF, 9 MB, 12.06.2026)

Swissmedic, Geschäftsbericht (Zahl und Dauer der Zulassungsverfahren); BAG, Spezialitätenliste und Aufnahmeverfahren

  • Fragment#1 · Passage, vom Gutachter zitiert
  • Versionabgerufen 26.09.2026 · PDF · sha256 490130…38cd55cc
  • QuelleSwissmedic Geschäftsbericht 2025
  • HerausgeberSwissmedic, Schweizerisches Heilmittelinstitut