Deutschland: Die Lage von Friedrich Merz und der Umgang mit Koalitionen
Bern einfach, épisode du 18.09.202619:31–23:31 · 4 min
Opinion de Bern einfach · condensée par le Redaktor
In Mecklenburg-Vorpommern und Berlin wird gewählt, und die CDU steht schlecht da. Bundeskanzler Friedrich Merz hat sehr tiefe Zufriedenheitswerte. Dass Parteien eine Koalition mit der Linken einer mit der AfD vorziehen, ist erklärungsbedürftig.
Weitere Niederlagen für die CDU sind zu erwarten; in Mecklenburg-Vorpommern ist die Partei nur noch vierte Kraft und bewegt sich nahe an der Fünfprozenthürde. Möglich ist das, weil Wählerinnen und Wähler, die die AfD verhindern wollen, zur SPD wechseln, die mit ihrer Ministerpräsidentin als beliebt gilt. Dass bürgerliche Wähler SPD wählen, ist ein deutliches Zeichen für die Lage der CDU.
In Berlin liegt die CDU besser, doch auch dort dürfte es für eine Regierungsbeteiligung schwierig werden. Bemerkenswert ist, dass eine Koalition mit der Linken, der Nachfolgepartei der SED, einer mit der AfD vorgezogen wird, obwohl beide ähnlich stark sind. Die Lage der Stadt selbst ist ernst: wirtschaftlich läuft wenig, der Eindruck des Verfalls ist unübersehbar.
Friedrich Merz bleibt vorläufig im Amt, weil niemand in der CDU die Position übernehmen will. Wer weiter mit der SPD regieren muss und eine Zusammenarbeit mit der AfD ausschliesst, hat wenig Aussicht auf Erfolg. Fällt das Ergebnis schlecht aus, wird die kommende Woche für ihn eng.
Das Land ist am Abgrund
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