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Europäisches Gleichstromübertragungsnetz. Beschleunigung der Anschlussplanung

eingereicht am 01.10.2026 in der Herbstsession 2026Erstrat: NationalratEingereicht (01.10.2026)

WirtschaftEnergie

Die Beschlüsse der Räte und Kommissionen, im Wortlaut der Parlamentsdienste.

Noch kein Beschluss eines Rates oder einer Kommission.

Der Bundesrat wird beauftragt, die Anschlussplanung an das europäische Gleichstromnetz so zu beschleunigen, dass noch vor 2035 erste Leitungen auf der Nord-Süd-Achse in Betrieb gehen können.

Dekarbonisierung, der Bedarf nach Klimaanlagen und neue Rechenzentren heizen den Stromverbrauch in ganz Europa an. Die komparativen Vorteile der Stromdrehscheibe Schweiz – Stromspeicher, Sicherheit dank Vernetzung, tiefe Kapitalkosten – sollten verstärkt ausgenutzt werden, indem die Anschlussleistung (NTC) an den europäischen Strommarkt modernisiert und verstärkt wird.

Im Rahmen des Projekts Trans Alpine Corridor (TAC) prüft Swissgrid gemeinsam mit TransnetBW (Baden-Württemberg) und Terna (Italien) derzeit Optionen mit Zeithorizont 2040. Dazu gehört auch eine mögliche Hochspannungs-Gleichstromverbindung (HVDC) zwischen der Region Oberjettingen (D) und dem Unterwerk Mettlen (Luzern).

Schon vor 2030 werden in Deutschland neue, starke HVDC-Verbindungen den Betrieb aufnehmen: Ultranet, Südlink, Südostlink. Damit gelangt vermehrt Windstrom aus dem Norden Europas in den Süden. Umgekehrt lässt sich Solarstrom aus dem Süden vermehrt Richtung Norden übertragen. Mit der verstärkten Nutzung von erneuerbaren Energien steigt aber die Volatilität der Erzeugung und das Risiko von Dunkelflauten.

Schweizer Stromspeicher leisten zur Absicherung der europäischen Versorgung schon bisher einen wirksamen Beitrag. Die Option, Perioden mit «Dunkelflauten» mehrtägig mit Leistung abzusichern, bildet ein neues, grosses Geschäftsfeld. Umgekehrt werden kostengünstige Strom-Überschüsse aus Norden die Strompreise periodisch absenken und zur Schonung der Reserven in den Schweizer Stauseen beitragen.

Die deutsche Bundesnetzagentur hat schon 2023 eine direkte HVDC-Verbindung von Süddeutschland nach Mettlen (Kanton Luzern) vorgeschlagen. Der Ausbau solcher neuer Übertragungsnetze steht ganz im Interesse der Schweiz, verbessert nebenbei auch die Versorgungssicherheit und ist deshalb zu beschleunigen.

Quelle: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, abgerufen am 30.10.2026. Rohdaten

Keine amtliche Veröffentlichung. Namen, Zahlen und die Texte der Abstimmungen stehen unverändert so, wie die Parlamentsdienste sie veröffentlichen.