Für eine wissenschaftliche Analyse der ungleichen Vermögensverteilung zwischen Frauen und Männern
подано 01.10.2026 на сесії «Herbstsession 2026»Перша палата: Національна радаEingereicht (01.10.2026)
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Поданий текст
Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht zu erstellen über die ungleiche Vermögensverteilung zwischen Frauen und Männern in der Schweiz, die Entwicklung dieser Ungleichheiten und die Mechanismen, die im Verlauf des Lebens zu deren Entstehung beitragen.
Es soll insbesondere die individuelle Vermögensverteilung innerhalb von Paaren untersucht werden und wie sie von folgenden Faktoren beeinflusst wird : Einkommen, unbezahlte Arbeit, Elternschaft, Form des Zusammenlebens, Güterstand, Aufenthaltsstatus, Wohneigentum, Vorsorge, Trennung und Scheidung sowie Erbschaften.
Der Bericht soll Aufschluss geben darüber,
- ob es Lücken in der Datenlage gibt und wenn ja, wie sie geschlossen werden können;
- mit welchen Massnahmen die festgestellten Ungleichheiten verringert werden können.
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Обґрунтування
Die wirtschaftlichen Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern sind nicht nur auf Einkommensunterschiede zurückzuführen. Sie summieren sich auf im Verlauf des Lebens, führen zu Vermögensunterschieden und damit zu Unterschieden bezüglich wirtschaftlicher Autonomie und Sicherheit. Die Stärkung der wirtschaftlichen Autonomie der Frauen während ihres ganzen Lebens ist denn auch eines der Ziele der Gleichstellungsstrategie 2030 des Bundes.
Das Phänomen wurde mit der Theorie des «Joghurtbechers» 1 veranschaulicht: In Paaren investiert die eine Person in wertbeständige Güter wie Immobilien, Anlagen und Vorsorge, während die andere Person stärker für laufende Ausgaben aufkommt und unbezahlte Arbeit übernimmt. Beide Personen tragen gleich viel zur Gemeinschaft bei, doch nur eine von ihnen kann Vermögenswerte aufbauen.
In der Schweiz tragen mehrere Faktoren zu solchen Ungleichheiten bei. Frauen haben tiefere Einkommen, übernehmen einen grösseren Anteil an unbezahlter Arbeit und sind mit einer erheblichen Rentenlücke konfrontiert, insbesondere in der zweiten Säule. Damit prekären Situationen vorgebeugt werden kann, muss die ungleiche Verteilung von Familienarbeit korrigiert und müssen Informationslücken geschlossen werden. Das betont auch das nationale Armutsmonitoring.
In mehreren Ländern wird über die ungleiche Vermögensverteilung zwischen Frauen und Männern Buch geführt. Der Bericht soll nun für die Schweiz einen Überblick über unseren gegenwärtigen Wissensstand und die aktuelle Datenlage geben, Wissenslücken aufzeigen und Massnahmen benennen, insbesondere in den Bereichen Information und Sensibilisierung, mit denen die wirtschaftliche Autonomie von Frauen gestärkt und Armut vorgebeugt werden kann.
1 Vgl. den Essai von Titiou Lecoq mit dem Titel "Le couple et l'argent".
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Джерело: Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, дата звернення: 06.11.2026. Необроблені дані
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