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Parlement / Objets / 26.4082

26.4082Interpellationen cours

Anstieg von Schwarzarbeit in Privathaushalten: Was unternimmt der Bundesrat?

déposé le 14.09.2026 à la Session d'automne 2026Premier conseil: Conseil nationalEingereicht (14.09.2026)

Beschäftigung und ArbeitSozialer Schutz

Les décisions des conseils et des commissions, dans les termes des Services du Parlement.

Aucune décision d’un conseil ou d’une commission pour l’instant.

In der Schweiz beschäftigen schätzungsweise 500’000 Privathaushalte Personen für Reinigungsarbeiten, Kinderbetreuung oder die Unterstützung pflegebedürftiger Angehöriger. Viele dieser Arbeitsverhältnisse dürften nicht korrekt deklariert sein. Für die Betroffenen bedeutet dies fehlende soziale Absicherung und weniger Schutz ihrer arbeitsrechtlichen Ansprüche. Der Tagesanzeiger hat darüber berichtet.

Seit 2008 gibt es ein vereinfachtes Verfahren, mit dem solche Arbeitsverhältnisse unkompliziert abgerechnet werden können. Die Nutzung dieses Instruments entwickelt sich jedoch in die falsche Richtung: 2025 machten noch rund 66’000 Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber davon Gebrauch. Vier Jahre zuvor waren es etwa 100’000. Das entspricht einem Rückgang von rund einem Drittel.

Auch die Kontrollen haben deutlich abgenommen. Gemäss dem Bericht des SECO zur Bekämpfung der Schwarzarbeit wurden 2021 noch rund 700 Kontrollen in Privathaushalten durchgeführt. 2025 waren es lediglich 239. Gemessen an den geschätzten 500’000 betroffenen Haushalten wird damit nur ein verschwindend kleiner Teil überprüft.

Dennoch enthält der Revisionsentwurf des Bundesrats zum Bundesgesetz gegen die Schwarzarbeit keine spezifischen Instrumente für Privathaushalte. Gerade bei kleinen Beschäftigungsumfängen braucht es einfache Lösungen, damit eine korrekte Anmeldung nicht an bürokratischen Hürden scheitert.

In der Westschweiz zeigt das Modell «Chèque Service», wie dies funktionieren kann: Öffentliche und gemeinnützige Akteure ermöglichen Privathaushalten, Haushaltshilfen mit geringem administrativem Aufwand anzumelden und abzurechnen. Das System wird inzwischen in sämtlichen Kantonen der Romandie angeboten.

Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:

• Wie erklärt der Bundesrat den starken Rückgang der über das vereinfachte Verfahren erfassten Arbeitsverhältnisse, und welche Massnahmen will er dagegen ergreifen?

• Ist er bereit, die laufende Revision des Schwarzarbeitsgesetzes um Instrumente zu ergänzen, die gezielt auf Privathaushalte ausgerichtet sind?

• Welche Möglichkeiten sieht der Bundesrat, gemeinsam mit den Kantonen schweizweit einfache Anlaufstellen oder Abrechnungslösungen nach dem Vorbild des «Chèque Service» zu etablieren?

• Wie will der Bundesrat sicherstellen, dass die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben in Privathaushalten künftig wieder angemessen kontrolliert wird?

Ce texte n’existe qu’en allemand.

Source : Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern, consulté le 18.09.2026. Données brutes

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