Stopfleber und Pelze: Der Staat soll nicht bestimmen, was auf den Teller kommt
Bern einfach, épisode du 15.09.202616:09–18:39 · 3 min
Opinion de Bern einfach · condensée par le Redaktor
Der Ständerat hat die Pelz-Initiative und die Stopfleber-Initiative behandelt und bei beiden einen Gegenvorschlag beschlossen. Das ist der bessere Weg als ein Importverbot. Verbote verlagern den Handel bloss und greifen unnötig in persönliche Entscheidungen ein.
Bei der Pelz-Initiative geht es im Kern um mehr Regulierung, damit erkennbar ist, welche Pelze gekauft werden. Gekauft werden ohnehin kaum noch welche; wer Pelz möchte, kann auf einheimische Herkunft aus der Jagd zurückgreifen, was ökologisch unbedenklich ist.
Bei der Stopfleber-Initiative ist bemerkenswert, dass selbst in der SP ein Importverbot als zu weitgehend gilt. Der Gegenvorschlag verbietet die Einfuhr nicht, sondern sieht Bestimmungen vor, die den Import mit der Zeit verringern sollen. Dass dies funktioniert, ist zweifelhaft: Solange das Produkt gegessen wird, wird es eingeführt, und ein Verbot würde bloss einen Schwarzmarkt schaffen.
Politikerinnen und Politiker sollen nicht entscheiden, was auf den Teller kommt. Ein Importverbot in der Schweiz würde die Produktion im Ausland auch nicht beenden. Es ist Zeit, mit dem ständigen Verbieten und Eingreifen in das persönliche Leben aufzuhören.
Wir brauchen nicht Politiker die entscheiden was bei uns auf den Teller kommt.
Ce que schwur.ch a sur ce sujet
- ObjetEidgenössische Volksinitiative 'Ja zum Importverbot für Stopfleber (Stopfleber-Initiative)'Behandelte Initiative
- ObjetEidgenössische Volksinitiative 'Ja zum Importverbot für tierquälerisch erzeugte Pelzprodukte (Pelz-Initiative)'Behandelte Initiative
- OrganeStänderatDer Ständerat hat beide Initiativen behandelt
- OrganeSPTeile der Partei halten ein Verbot für zu weitgehend
